Interview mit Juliet O. zum Thema „Resilienz und Selbstfürsorge“ – während Corona und auch sonst

Das Interview führte Fernanda Hübner.  

Fernanda arbeitet im Sozialspychiatrischen Dienst und hat dort viel Umgang mit Menschen, die in Krisen stecken – auch und besonders während der Corona-Pandemie. Gemeinsam mit einer Freundin hat sie sich Gedanken gemacht, was helfen kann, in diesen Zeiten nicht die Hoffnung zu verlieren.   

Corona stellt für uns alle eine Veränderung unseres Alltags dar. Meine Freundin Juliet hat für sich viele hilfreiche Einstellungen und Strategien gefunden um nicht nur mit der Covid-19 Pandemie, sondern mit schwierigen Situationen im Allgemeinen zurecht zu kommen. 

F: Hey, kannst du dich vielleicht einfach erstmal vorstellen? 

J: Mein Name ist Juliet, ich bin 24, wohne in Bamberg und bin vor 10 Jahren aus Nigeria nach Deutschland gekommen. Zehnjähriges, das sollte man eigentlich feiern (lacht)

F: Für uns alle ist das Thema Corona ja eine Veränderung, ein Einschnitt oder eine Veränderung im Alltag. Es gibt momentan Menschen, die darunter emotional oder psychisch leiden. Wie geht es dir denn aktuell in der Corona-Zeit? 

J: Also mir geht es sehr gut, ich kann mich wirklich nicht beschweren. Die ganzen Einschränkungen sind natürlich nicht so toll, das ist klar, das macht das Leben etwas langweilig. Aber man versucht das Beste draus zu machen. Ich habe immer gern Zeit mit mir verbracht. Also auch im normalen Arbeitsalltag habe ich immer schon gesagt „ich brauche zwei Tage für mich, wo ich allein bin, wo ich Niemanden sehen möchte“, um mit mir einfach im Reinen zu sein. Ob das Essen bestellen, meditieren, entspannen, Musik hören, tanzen, lang spazieren gehen ist. Und jetzt durch Corona kann man auch nicht viele Menschen sehen, aber ich telefoniere immer wieder mit meinen Freunden, um zu schauen, wie es ihnen geht. Außerdem muss ich für mein Fernstudium lernen, dafür kann ich dann auch die freie Zeit nutzen. 

F: Okay, also für dich ist es nicht so, dass es dich total stresst, dass dir etwas Bestimmtes fehlt? 

J: Wirklich nicht. Ich glaube, es gibt Schlimmeres im Leben. Ich habe auch selbst viel Schlimmeres erlebt. Ich habe auch immer noch meine Arbeit, obwohl der Verdienst nicht mehr so ist wie vorher. Wir hatten Kurzarbeit und haben jetzt Arbeitszeitabsenkung. Da fehlt es schon ein bisschen an Geld, aber da ich immer etwas spare, kommt man schon über die Runden.  Man zieht sich einfach das Positive für sich raus. 

F: Das klingt als hättest du weiterhin bestimmte Sachen die dir Halt geben im Alltag? Die Arbeit, die Sachen die du vorher schon gern allein gemacht hast, dass du weiterhin deine Kontakte pflegst – Du versuchst gewisse Dinge weiterhin für dich aufrecht zu erhalten? 

J: Ganz genau. Also heute hat man Internet. Gott sei Dank. Und es gibt so viele Tipps und Ideen was man machen kann, wenn einem langweilig ist. Man muss nur suchen. Es gibt Youtube-Videos, wenn es dir langweilig ist, man kann zuhause tolle Sachen basteln. Ich kenne einige, die können das richtig toll. Das dauert dann auch länger, du bist beschäftigt, hast Spaß und kannst mal alles drumherum vergessen. 

F: Dein Motto für diese besondere Zeit wäre also „Such dir was, was dir Spaß macht, was dich beschäftigt hält“? 

J: Ja, gerne was Neues. Also wenn man sagt, man möchte seine Zeit füllen. Man kann zum Beispiel auch eine neue Sprache lernen. Es gibt viele Möglichkeiten. Also zuhause sitzen und jammern, das kann manchmal angebracht sein aber für die Dauer nicht. Das bringt dir nicht viel. 

F: Kennst du Leute, die mit der aktuellen Situation Probleme haben umzugehen? 

J: Persönlich nicht, aber aus Beiträgen in den Sozialen Medien kenne ich das. Da gibt es Menschen, denen das psychisch echt zusetzt. Da ist für mich die Frage, wie es der Person vor Corona ging. War sie da stabil und selbständig oder eher nicht? Hat da schon Probleme gehabt, oder hat vielleicht ein recht „behütetes“ Leben geführt? Wenn du schon vorher nicht gewohnt warst gut für dich zu sorgen kann ich mir schon vorstellen, dass es mit Corona jetzt echt schwierig wird. Ich denke du musst psychisch stark sein, um schwierige Situationen bewältigen zu können. 

F: Ja, und ich denke, es gibt viele Menschen, denen jetzt etwas wegbricht wie Arbeit, Kontakte oder es wird so anstrengend mit Kinderbetreuung und Co – das sind Situationen, die überfordern und viel Angst und Unsicherheit machen. Da kann man Probleme haben, damit umzugehen. 

J: Ja, total. Und ich kenne einige, die entlassen worden sind. Unter denen kenne ich auch wieder eine*n oder zwei, die trotzdem versuchen, stark zu sein und sich sagen „Ok, das hat jetzt nicht geklappt. Dann such ich jetzt, ich bewerbe mich überall, wo es geht“ und die machen weiter, ohne dass sie, ich sage mal, psychisch völlig zerstört worden sind. Aber es gibt auch einige, die entlassen worden sind und sie kommen darüber nicht hinweg. Sie sagen „Oh, was mach ich denn jetzt?“ Naja, du kannst dich woanders bewerben. Es kann auch weiter weg sein. Es ist natürlich einfacher, wenn man alleine ist, als wenn man Kinder hat. Aber wir sind hier in Deutschland und hier gibt es so viele Möglichkeiten im Vergleich zu anderen Ländern. Man muss halt schauen: „Wie kann ich das nutzen um zu bekommen was ich möchte“. 

F: Also selber aktiv werden, was tun und nicht so in der Hilflosigkeit drin bleiben. 

J: Ja, und es gibt Menschen die vielleicht psychisch krank sind und dann aber z. B in den Sozialen Medien ihr Leid klagen. Aber wieso suchst du dir dann keine Hilfe? Es gibt so viele Möglichkeiten hier. Von Therapeuten bis zu Kliniken, es gibt Alles. Das Internet ist frei zugänglich. Setze dich hin und suche dir etwas. Es gibt ja auch momentan sogar Videosprechstunden mit Therapeuten. 

F: Was glaubst du, warum es Menschen gibt die nicht so in der Lage sind die Möglichkeiten zu nutzen, die da sind? 

J: Zum einen glaube ich, dass Vieles durch die Erziehung kommt. Wie sind sie entwickelt, wie sind sie erzogen worden? Sind sie sehr lange sehr behütet worden oder mussten sie auch lernen, für sich Verantwortung zu übernehmen? Ich wohne alleine und ich weiß, was es bedeutet, wenn die komplette Verantwortung für dich bei dir selbst liegt. Dann weißt du: ich muss mich kümmern, ich muss arbeiten, ich muss schauen das alle meine Sachen passen. Und wenn du dieses Verantwortungsbewusstsein hast, dann versuchst du das gar nicht so an andere abzugeben. Dann sagst du nicht „Oh ja, ich bin am Ende. Was mach ich denn jetzt“. Das geht dann nicht so einfach. Das ist eine wichtige Erfahrung, die du für’s ganze Leben hast. 

F: Wann und wie hast du die Erfahrung der Selbstverantwortung gemacht? Erst als Erwachsene oder schon in deiner Kindheit, Jugend? 

J: Das ist nicht von heute auf morgen passiert. Das hat viele Erfahrungen gebraucht um mich dahin zu bringen wo ich heute bin und ich entwickle mich natürlich auch immer  weiter. Ich wachse noch. Und jede zukünftige Situation wird mich dazu zwingen, neue Eigenschaften zu entwickeln. Schon von klein auf, beim Tod meiner Oma, meiner einzigen Bezugsperson als Kind, musste ich schnell erwachsen werden. Dann kam die Schule, dann bin ich nach Deutschland gezogen. Das war eine 360-Grad-Drehung. Erstmal hatte ich mit der Temperatur zu kämpfen. Am ersten Tag 60 Grad Temperaturunterschied innerhalb von Stunden. Ich musste Deutsch von 0 auf lernen. Du lernst eine komplett neue Sprache und versuchst trotzdem Abitur zu machen. Und du willst auch ein bisschen Taschengeld also was machst du, du arbeitest nebenbei. 

F: Ja. Wow. Und ich denke mir, um solche Herausforderungen anzupacken braucht man ja schon vorher die Einstellung „Ich kann das schaffen“. Oder? 

J: Ja. 

F: Wenn du jetzt jemand gewesen wärst, der gesagt hätte: „Ich weiß gar nicht wie und was und wo, das klappt eh alles nicht“, dann hättest du dir das wahrscheinlich gar nicht zugetraut? 

J: Ja, der Wille muss da sein. Die Motivation. Und wenn man genug Motivation und Willen hat, dann kannst du alles schaffen, komme was wolle. Dann bleibst du standhaft. Du lässt nicht locker. Und wenn du haderst, es nicht willst oder etwas nur willst, weil es andere haben oder von dir wollen, dann ist das nicht ausreichend. Dann verlierst du, wenn es richtig schwer wird. 

F: Dazu gehört dann also auch, dass man wissen muss, wer man ist und was man so will im Leben. Was man so für Bedürfnisse hat und sich dann auch dafür einsetzen. 

J: Ja 

F: Wie bist du damit umgegangen wenn du, als du vielleicht jünger warst, Zweifel hattest oder Angst, etwas nicht zu schaffen? 

J: Ich hab ehrlich gesagt gar nicht so an einen Plan B gedacht. Nicht gedacht „Was passiert wenn ich es nicht schaffe“. Ich hatte gar keine Zeit, drüber nachzudenken, weil ich an meinem Ziel gearbeitet habe und da alle Zeit hinein investiert habe. Wenn ich es nicht geschafft hätte, hätte ich dann weiter überlegt und ein neues Ziel gesucht. Aber erst dann. Aber ich hatte nur das im Auge und darauf bin ich „losgerannt“. 

F: Also voller Fokus aufs Ziel und die Bedenken erstmal beiseitelassen. 

J: Ja. 

F: Was mir im Rahmen meiner Arbeit häufig auffällt, ist, dass beispielsweise Menschen mit Depressionen oder Angststörungen häufig wenig Selbstwertgefühl haben. Die damit aufgewachsen sind, mehr auf andere zu schauen als auf sich. So Menschen die ganz viel geben und sich selbst ganz hinten anstellen. Wie denkst du über diese Punkte? 

J: Da muss ich wieder zurück zur Erziehung kommen. Es gibt viele Menschen, die in einer Art Scheinbeziehung sind. Man ist zusammen, weil man zusammen ist. Sie heiraten und kriegen Kinder obwohl sie Probleme haben. Machen sich vielleicht die Hoffnung, dass es mit dem Kind besser wird. Dieses Kind wächst vielleicht ohne Liebe auf. Und weiß auch nicht was Selbstliebe heißt. Weil die Eltern schon ein Verhalten vorleben, das nicht viel mit Selbstwertgefühl zu tun hat. Wie willst du das dann deinem Kind beibringen wenn du es selbst nicht hast? Die Kinder wachsen auf und werden von ihrem Elternhaus geprägt. Woher sollen sie es anders lernen? Fehlende Zeit und Lust wird mit Materiellem kompensiert. Das Kind wird vor den Fernseher gepackt um Ruhe zu haben. Was passiert mit solchen Kindern, denen „alles“ gegeben wird? 

F: „Alles“ und eigentlich nichts. Nicht das, was wirklich wichtig wäre. 

J: Ganz genau. Fleiß ist nicht nötig, wenn man sich selbst nichts aufbauen musste. Man lernt keine Verantwortung. Wenn dann aber kritische Situationen im Leben passieren, fallen sie in ein Loch. 

F: Weil sie nicht die Fähigkeiten aufbauen konnten etwas zu bewältigen? 

J: Ja 

F: Wo hast du das gelernt, diese Fähigkeiten? 

J: Wie gesagt, aus den Erfahrungen in meinem Leben. Wenn du ein Ziel vor Augen hast und es aus eigener Kraft erreichst kann dir niemand mehr etwas. Du hast etwas geschafft. Daraus ziehst du Kraft. Und so hakst du ein Ziel nach dem anderen ab. Klar läuft mal irgendwas schief, etwas geht nicht nach deiner Vorstellung. Das Leben kommt immer anders als man denkt. Aber dann war der Plan für dich halt ein anderer. Meine Reaktion, wenn etwas schief läuft, ist: Naja, okay. Das war jetzt unangenehm, aber macht nichts, wir gehen weiter. Ich hatte schon Dinge, die gar nicht geklappt haben, meine Schulzeit war zum Beispiel total schwierig, aber ich könnte dir das jetzt gar nicht alles aufzählen, weil ich nicht so dran festhalte. Ich halte daran fest, dass ich ein Ziel erreiche und daran Freude habe. Und dann gehe ich weiter. Nimm das mit was du daraus gelernt hast. 

F: Das sind ja sehr große und wichtige Punkte. Was hast du damit gemeint, dass es einen anderen Plan gibt? Etwas Religiöses? 

J: Ich glaube, dass es etwas gibt was größer als man selbst ist. Das hat gar nichts mit Religion zu tun – ob man das Kraft nennt, Schicksal, Karma, wie auch immer. Es gibt vieles, was die Wissenschaft noch nicht kann oder weiß. Der menschliche Körper ist zum Beispiel ein Wunder, das immer noch nicht völlig durchschaut wird. Dass man neue Menschen trifft und das Gefühl hat, sich schon ewig zu kennen. Es gibt Dinge, die man mit dem Verstand nicht erklären kann. 

F: Es gibt irgendwas, was die Dinge letzten Endes richten wird? Es wird schon so laufen, wie es für mich passt? 

J: Nicht so ganz. Ich denke, dass es für jeden eine Art Plan gibt. Geburt und Tod ist fest, dazwischen liegen lauter Möglichkeiten. Es gibt einen übergeordneten Plan, aber du hast immer wieder Möglichkeiten, zu wählen. Ich wollte zum Beispiel schon nach der Schule mit meiner besten Freundin nach Berlin ziehen. Hab mich überall beworben. Nichts hat geklappt. Es gab Firmen, die mich nehmen wollten, aber dann hat  wieder irgendetwas nicht geklappt. In Bamberg wollten mich alle, wo ich mich beworben habe. Alles hat innerhalb von 4 Wochen geklappt. Wie gehst du mit Wahlmöglichkeiten um? Denkst du drüber nach, oder wählst du gedankenlos? Auch was Beziehungen angeht, gibt es einen Plan, wie es für dich laufen soll. Hältst du dich also an einer ungesunden Beziehung fest? Das ist deine Entscheidung, aber weg vom Plan. Es gäbe vielleicht schon jemand neues der besser für dich wär, und du weißt es noch nicht. Wenn du an etwas festhältst, was eigentlich nicht funktioniert, entwickelst du dich mehr in eine Richtung, die für dich eigentlich nicht gut ist. Triffst du die richtige Entscheidung, geht es für dich weiter. So sehe ich es. Du tust dein Bestes und der Rest ergibt sich. 

F: Eine Art natürlicher Fluss der Dinge, und man muss seinen Teil der Dinge dazu tun, aber man ist nicht so völlig allein gelassen. Es gibt immer wieder Möglichkeiten, die man nutzen kann. Das hat ja viel mit einer gewissen Gelassenheit und Zuversicht zu tun. Die Menschen, mit denen ich arbeite, haben manchmal eher die Einstellung, sie wären irgendwie wertlos, beschädigt, sie können nicht das, was sie können müssten, sie wären nicht gut, nicht klug, nicht liebenswert… Aus so einer Situation Selbstbewusstsein zu kriegen ist schwer. Denn da ist viel Angst und wenig das Gefühl, etwas für sich bewirken zu können. Eher viele Horrorszenarien im Kopf, was alles schief gehen könnte. Manche sind in ihrem Denken so darauf eingeschränkt und können sich gar nicht vorstellen, dass es auch anders und besser sein kann. Dann macht man auch keine positiven Erfahrungen die etwas für einen verändern könnten. 

J: Ich finde, dass es dann schon fast zu spät ist. Da müsste eigentlich vorher etwas passieren. 

F: Schuldgefühle sind auch ein großes Thema. Sich auf eine Art verhalten zu „müssen“, die einem eigentlich nicht entspricht, aber die gefordert wird oder von der man das zumindest denkt. Gibt es etwas was, wenn du es nicht erlebt oder gehabt hättest, dass du dann nicht diese Stärke hättest? 

J: Alles. Wenn alles anders gelaufen wäre. Es hängt alles zusammen. Du lernst aus Lebensumständen und Situationen, das ist deine einzige Quelle. Und auch aus den Erfahrungen anderer Menschen. Ich tausche mich gern mit anderen aus und finde das interessant. Es gab Situationen, wo ich unentschlossen war und dann hast du ein Gespräch mit jemandem, dass dir dann weiter hilft dich zu entscheiden. 

F: Eine Offenheit für die Erfahrungen anderer, Austausch, und trotzdem der Mut und die Entspanntheit, etwas auszuprobieren und es dann eventuell nochmal neu und anders zu probieren. 

J: Wenn du es nicht versuchst hast, du schon verloren – wenn du scheiterst, hast du etwas gelernt. Die Denkrichtung ist da entscheidend. Wenn bei dir alles immer schief läufst, solltest du vielleicht deine Denkweise ändern. Wenn du alles nur negativ siehst, läuft alles nur negativ. Das finde ich total schade. Sieh doch mal das, was gut läuft und was du für Möglichkeiten hast. Das mag ich auch nicht, wenn Menschen so negativ drauf sind. 

F: Das hat ja auch was mit Dankbarkeit zu tun und mit genießen können, dass grade etwas gut lief. Klar muss ich dann wieder neu etwas investieren, dass es gut weiter läuft. Aber das jetzt war erstmal schön. 

J: Genau. Es gibt viele Menschen die es viel schwerer haben. Die nicht wissen, ob sie heute was zu essen kriegen. Ich bin wirklich jeden Tag dankbar darüber, wo ich jetzt bin. Ich sitze zum Beispiel einfach da und frühstücke und bin dankbar. 

F: So als Schlussfrage: Gab es etwas was dich angespornt hat deine Ziele zu erreichen oder etwas Bestimmtes NICHT zu werden? 

J: Ich komme aus einer Familie, die nicht reich ist. Deshalb ist das Anstreben eines besseren Lebens grundsätzlich eine große Motivation. Ich wollte auch Menschen aus anderen Kulturen kennen lernen. Ich hab den ersten Schritt gemacht und bin nach Deutschland gezogen. Ich will auch ein eigenständiges, selbständiges Leben, dass ich niemandem etwas schuldig bin. Ich will auch niemandem zu Lasten sein. Ich will mein eigenes Geld verdienen und für mich entscheiden wie ich mein Leben lebe. Ich möchte für mich verantwortlich sein. 

F: Das sind doch perfekte Schlussworte. Vielen Dank dir für das spannende Gespräch! 

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