Blaupause Einladung Grndung

Am 24.03.2018 haben wir "Blaupause" in Berlin gegründet. Wir nehmen also nun unsere Arbeit auf!

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Über blaupause

Wie kann mentale Gesundheit im Gesundheitswesen selbstverständlich werden?
Was brauchen „Profis“, um Einsicht in eigene Erkrankungen zu bekommen?
Wie kann das Verständnis für psychische Krankheit gefördert werden?
Wie können niedrigschwellige Hilfsangebote für "Experten" aussehen?


Das Problem

Beschäftigte im Gesundheitswesen sind häufig von psychischen Erkrankungen betroffen. Gleichzeitig ist die Hemmschwelle zur Hilfesuche hoch und die Angst vor Stigmatisierung groß – und das, obwohl man denken würde, die „Experten“ könnten es besser wissen.

Die Vision

Wir wünschen uns, dass das Thema der psychischen Gesundheit seinen Platz im Gesundheitswesen findet. Über Prävention und niederschwellige Hilfsangebote könnten Probleme verhindert oder früh erkannt werden. Wir glauben daran, dass gesunde und gesundete Behandler die besseren Behandler sind und damit viele von einem offeneren Umgang mit dem Thema profitieren könnten.


Unser Vorgehen

Ein erster Schritt ist die Erstellung einer Website, die sowohl zur Vernetzung als auch als Informationsquelle zum Thema dienen soll. Im nächsten Schritt soll ein Forum entstehen, um den Austausch von Betroffenen zu ermöglichen. Parallel möchten wir die Menschen zusammenbringen, die sich vorstellen können, ein Netzwerk zu bilden, das sich mit der Ausarbeitung und Realisierung verschiedenster Projekte zum Thema auseinandersetzt.

Unser Ziel

Wir möchten eine Plattform schaffen, auf der ein Austausch über das Thema mentale Gesundheit mit konkreter Zielgruppe der Beschäftigten im Gesundheitswesen möglich wird. Informationsangebote sollen über psychische Gesundheit, psychische Erkrankungen und Stigmatisierung aufklären und so helfen, Vorurteile zu bekämpfen und Verständnis zu fördern. Langfristig soll ein deutschlandweites Netzwerk entstehen, das die Umsetzung verschiedener lokaler Projekte zum Thema psychische Gesundheit möglich machen soll.



Botschaften

Ich denke, Wissen über die Krankheit ist ein wichtiger Schritt im Entstigmatisierungsprozess und dass dieses Wissen vor allem durch persönliche Erfahrungen und Gespräche und weniger durch statistische Kennziffern oder non-narratives Infomaterial wachsen kann.

Carla (24), Studentin (Kommunikationswissenschaft & Psychologie)

Nahezu täglich erlebe ich im Klinikalltag und vor allem in der Psychotherapeutenausbildung Kollegen, die schwer belastet sind und dringend Unterstützung brauchen, doch die Hürden - sei es aus Angst vor Stigmatisierung oder ironischerweise aus Mangel an Zeit und Ressourcen - sind noch immer zu hoch.

Annika (25), Psychotherapeutin in Ausbildung

Ich bin selbst betroffen und habe das Stigma erlebt. Das beste Mittel gegen dieses Stigma ist, das Thema psychische Erkrankungen ins Gespräch zu bringen und sich auszutauschen. Dafür einen Raum zu schaffen, war lange überfällig.

Marie (25), Gesundheits- und Krankenpflegerin, B.Sc.

Ich finde es vor allem schade, dass noch immer so viele Menschen denken, eine Therapie sei etwas für "Verrückte" und meine, dass sich das ändern kann, sobald man feststellt, dass eine solche Therapie schon Verwandten, Bekannten, Freunden oder Kollegen geholfen hat. Dank eines offeneren Umgangs und Gesprächen wird "Therapie" in Zukunft dann vielleicht weniger mit weißem Sofa und Taschentüchern assoziiert.

Carla (24), Studentin (Kommunikationswissenschaft & Psychologie)

Email / Kontakt

kontakt[at]blaupause-gesundheit.de


Kooperationspartner

project_together
Universittsmedizin Greifswald
Universitt zu Lbeck
LUST-Studie
ZI-Mannheim
Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Über den Namen

Die Farbe Blau hat im Englischen unter anderem die Bedeutung von Melancholie oder Trauer: „to feel blue“ (deprimiert sein). Im Deutschen kennen wir ebenso den Blues, zum Beispiel den Winterblues, eine gedrückte Stimmung in der dunklen Jahreszeit, oder den Babyblues als nachgeburtliches Stimmungstief. Die Pause bedeutet für uns ein Innehalten und trotz allem Stress den Fokus auf die psychische Gesundheit zu lenken. Das englische Wort „blueprint“ wird schon länger als Synonym für „Vorbild“, „Grundlage“, „Idee“ oder „Modell“ genutzt, und das passt genau zu unserem Ziel: Hilfen zur Etablierung psychischer Gesundheit im Gesundheitswesen zu schaffen.