Ein Plädoyer für mehr Selbstpflege

Vanessa und Josie sind Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege. Auf ihrem Instagram-Account @vosie.s klären sie verständlich über Gesundheitsthemen auf, legen Missstände dar, räumen mit Vorurteilen auf und berichten, warum Pflege für sie trotz aller Widrigkeiten ein Traumberuf ist.   


„Nein, meine Schicht ist beendet, ich gehe jetzt nach Hause.“
„Nein, ich kann leider nicht für dich einspringen.“…

Sätze, die nur wenige Pflegekräfte sagen. Häufig fühlen sich Menschen in sozialen Berufen stark verpflichtet, den Hilfebedürftigen all ihre Kraft zu geben. Sie opfern sich regelrecht auf. Doch auf Dauer ist dieses Verhalten gesundheitsschädigend und zwar für beide Seiten – Pflegende wie auch Gepflegte.

Denn wer sich selbst nicht ausreichend pflegt, auf sich und seine Bedürfnisse achtet, kann auch andere nicht professionell und bedürfnisorientiert pflegen

Selbstpflege ist mehr als nur die Aufrechterhaltung der Körperfunktion, sie beinhaltet ebenso die Stressbewältigung, das Zeitmanagement, die Selbstmotivation, das Sich-selbst-Verwöhnen. Ein entscheidender Teil der Selbstpflege ist zudem die Fähigkeit, entspannen zu können. Entspannungsübungen, Musik, Laufen oder spazieren gehen, gezieltes Abschalten durch Phantasiereisen, oder Atemübungen und viele weitere Entspannungsverfahren dienen der Selbstpflege und damit eben auch einem achtsamen Umgang mit anderen. Was für einen persönlich die beste Variante ist, muss selber herausgefunden werden. Aber sind wir doch mal ehrlich: Eigentlich wissen wir ganz genau, was uns gut tut, was wir brauchen und was uns schadet. Wir müssen nur endlich anfangen, auch uns bedürfnisorientiert zu pflegen, so wie wir es mit unseren Patienten*innen/Bewohner*innen tun.

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